
Eine Wurzelkanalbehandlung wird erforderlich, wenn sich die Pulpa (Zahnmark oder „Zahnnerv“) entzündet hat. Meist ist eine tiefe Karies die Ursache. Der Erfolg einer Wurzelkanalbehandlung konnte in der jüngsten Vergangenheit durch den rasanten Fortschritt in Technik und Wissenschaft enorm gesteigert werden. Die Verwendung von Vergrößerungshilfen wie zum Beispiel eine Lupenbrille oder sogar ein Operationsmikroskop ist in der Endodontie unabdingbar. So hat die Einführung des OP-Mikroskopes die Prognose der Wurzelkanalbehandlung nahezu verdoppelt.
Durch die Verwendung von hochwertigen und sehr flexiblen Nickel-Titan-Feilen lassen sich selbst gekrümmte Wurzelkanäle bis zu deren Endpunkt komplett erschließen und somit reinigen und desinfizieren. Dieser Endpunkt kann zusätzlich über ein elektrometrisches Gerät bestimmt werden, was früher nur durch Anfertigung eines Röntgenbildes gelang. Die abschließende 3-dimensionale thermoplastische Wurzelfüllung füllt den gereinigten Wurzelkanal perfekt aus, so dass dieser bakteriendichte Verschluss eine Neuinfektion verhindert.
In Fällen, in denen eine konventionelle Wurzelbehandlung nicht möglich ist und sich die Entzündung auf den Knochen im Bereich der Wurzelspitze ausgedehnt hat, kann eine chirurgische Vorgehensweise den Zahn erhalten. Durch moderne mikrochirurgische Techniken ist auch hier eine Erfolgssteigerung zu früheren Maßnahmen zu verzeichnen.
Diese aufwendigen Behandlungen werden in unserer Praxis durch Dr. Isabelle Rathje durchgeführt, die sich in diesem Bereich spezialisiert hat und „Active Member“ der Deutschen Gesellschaft für Endodontie (DGEndo) ist.

